Die Botschaft eines Fotos

Ein Mann war auf der Suche nach seiner Tochter.
Eines Tages zeigte man ihm ein Gruppenfoto. Er sah sich jedes Gesicht darauf genau an.
Seine Tochter war nirgends zu sehen.
Trotzdem sagte er: »Endlich habe ich sie gefunden«, und weinte vor Freude.
Warum?
Löse deine Annahmen Schritt für Schritt auf.
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Hinweise
Nur so viel wie nötig, Schritt für Schritt.
Hinweis 1
Muss jemand selbst auf einem Foto zu sehen sein, damit man daran erkennen kann, wo er sich befindet?
Hinweis 2
Seine Tochter war nicht das einzige Familienmitglied, nach dem der Mann suchte.
Hinweis 3
Auf dem Foto entdeckte der Mann die Mutter seiner Tochter.
Hinweis 4
Es war eine Situation, in der er wusste: Wo die Mutter war, war auch seine Tochter.
Hinweis 5
Ab welchem Alter kann man jemanden »Tochter« nennen?
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Antwort
Die Tochter war noch nicht geboren; sie war noch im Bauch seiner Frau.
Auf dem Gruppenfoto hatte der Mann seine Frau entdeckt, zu der der Kontakt abgebrochen war. Obwohl die Tochter selbst nicht darauf zu sehen war, wusste er nun auch, wo sie war: Er hatte seine Frau gefunden.
Erklärung
Die Frau des Mannes war schwanger, und er wusste bereits, dass sie eine Tochter erwarteten.
Bei einer Katastrophe waren die beiden voneinander getrennt worden. Seitdem hatte der Mann seine Frau nicht mehr erreichen können und suchte nach ihr und der Tochter in ihrem Bauch.
Eines Tages zeigte man ihm ein Gruppenfoto, das gerade erst in einer Notunterkunft aufgenommen worden war. Er betrachtete ein Gesicht nach dem anderen, bis er unter den Menschen seine Frau entdeckte.
Die Tochter war noch im Bauch seiner Frau. Sie selbst war auf dem Foto nicht zu sehen, doch nun wusste der Mann endlich, wo die beiden waren.
»Endlich habe ich sie gefunden.«
Seine Tränen galten beiden: seiner Frau, die auf dem Foto zu sehen war, und seiner Tochter, die darauf nicht zu sehen war.
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